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Zwischen Kühen und Schafen – mein neuer Alltag auf einer australischen Farm

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Bericht über den zweiten Teil meiner Outback Tour kommen, allerdings haben sich meine Pläne in der letzten Zeit wieder einmal um 180° gedreht.

Die letzten Wochen waren sehr ereignisreich und definitiv nicht ganz einfach. Ich musste einige Entscheidungen treffen und dafür andere Pläne aufgeben und negative Reaktionen in Kauf nehmen.
Ich habe in den letzten Monaten so viele Möglichkeiten in meinem Kopf durchgespielt, die es mir möglich machen würden, länger in Australien zu bleiben (bzw im nächsten Jahr zurückzukommen). Allerdings hat mich die ganze Grübelei und Recherche am Ende immer nur frustriert, da alles entweder wenig Sinn machen würde, oder schlicht und ergreifend unbezahlbar ist.
Wie oft habe ich mich darüber geärgert, dass ich nicht doch von Anfang an die 88 Tage Farmarbeit für das 2nd Year Visa miteingeplant habe.
Das Working Holiday Visa bekommt man nur ein einziges mal in seinem Leben, allerdings kann man ein zweites Jahr beantragen, wenn man 88 Tage lang auf einer Farm in einer ländlichen Gegend in Australien arbeitet. Es gibt noch viele weitere Vorgaben die man berücksichtigen muss, um am Ende das Visum zu bekommen.

Da sich die Situation in meiner Gastfamilie in den letzten Monaten stark verändert hat und ich mich nicht mehr wirklich wohlgefühlt habe, musste ich am Ende an mich denken und eine Entscheidung treffen, die mir definitiv nicht leicht fiel. Ich wusste einfach, dass es meine letzte Chance ist die Farmarbeit abzuleisten, da mein erstes Visum im Januar ausläuft und dass ich es am Ende bitter bereuen würde, wenn ich diese Chance verpasse.
Nachdem die Entscheidung getroffen war, ging alles recht schnell und nun sitze ich hier mitten im Nirgendwo und habe die zweite Woche meiner Farmarbeit schon beinahe hinter mir.sdrdavIch hatte das Glück, dass die Familie bei der ich babysitte eine Farm etwa 1.5 Stunden westlich von Melbourne besitzt und dort gab es tatsächlich eine freie Stelle für mich.
Nun habe ich den Nanny-Alltag also gegen Kühe melken ausgetauscht.
Ich muss mich definitiv noch an die neue Arbeit gewöhnen. Besonders das Aufstehen um 4 Uhr morgens macht mir immernoch zu schaffen. Außerdem ist die körperliche Arbeit nicht zu unterschätzen. Ich fühle mich momentan, als hätte ich die letzten Wochen im Fitnessstudio verbracht – ich habe Muskelkater im ganzen Körper.
Ich melke zwei mal am Tag, einmal von 5 bis um 8:30 Uhr und einmal von 15 bis ca 18 Uhr. Die Stunden dazwischen habe ich frei.
Die Farm ist riesengroß und sehr schön. Meine Nachbarn sind nun Kühe, Schafe und eine Hasenfamilie.
Kühe melken ist definitiv nicht mein Traumjob, aber für drei Monate ist es schon in Ordnung. Ich sehe das Ganze als eine neue Erfahrung. Nicht nur das Melken an sich, sondern auch das Leben auf dem Land, ohne Handyempfang und mit limitiertem WLAN.
Das Gute ist aber, dass ich am Wochenende einfach zurück in die Zivilisation fahren kann, da ich auch ein Auto zur Verfügung gestellt bekommen habe.davsdrIch kann es manchmal wirklich gar nicht glauben, wie ich immer wieder so ein Glück haben kann. Es hätte auch ganz anders laufen können, dann würde ich jetzt wahrscheinlich irgendwo im Outback sitzen und müsste mir mit 10 anderen Backpackern ein Zimmer teilen. Hier habe ich meine eigene Unterkunft und nette Kollegen mit denen die Arbeit Spaß macht.
Auch wenn ich einige bereits geplante Trips aufgeben musste, ist es mir das für ein zweites Jahr in diesem unglaublichen Land definitiv wert!sdr

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