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Update #2: schnorcheln mit Delfinen, viele Wochenendausflüge und Kängurus

Gefühlslage
Die letzten Wochen sind gefühlt wie im Fluge vergangen. Das lag zum größten Teil daran, dass ich sehr viel unterwegs war und allgemein einiges passiert ist. Ich muss im Nachhinein sagen, dass ich mir definitiv ein bisschen zu viel vorgenommen habe und in Zukunft meine Trips etwas anders planen werde. Zwischendurch war es doch recht stressig, da ich kaum zu Hause war und nicht einmal wirklich Zeit hatte meinen Rucksack auszupacken, bevor es wieder auf die nächste Reise ging. Allerdings will ich mich definitiv nicht beschweren, denn ich hatte natürlich trotzdem eine tolle Zeit und habe jeden sehr Trip genossen.
Generell geht es mir weiterhin sehr gut und ich hatte immernoch kein Anzeichen von Heimweh. Allerdings muss ich gestehen, dass ich einige nostalgische Momente hatte, da es natürlich schon ein paar Dinge gibt die ich nach knapp vier Monaten doch etwas vermisse. Das sind teilweise nur Kleinigkeiten, wie zum Beispiel vernüftiges Brot und Brötchen, aber natürlich auch die langen Gespräche mit meinen Freundinnen und Besuche bei der Familie. Trotzdem kann ich es nicht als Heimweh bezeichnen, denn dafür geht es mir hier einfach zu gut. Außerdem klappt es immernoch sehr gut mit dem Kontakt nach Deutschland und inzwischen habe ich im Supermarkt sogar Brötchen gefunden die mich einigermaßen überzeugen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist außerdem, dass vor etwa zwei Monaten das eingetreten ist, was mir alle prophezeit haben bevor ich abgereist bin, was ich jedoch immer lachend abgetan habe: ich habe mich verliebt. Natürlich beeinflusst das auch meine Gefühlslage und sorgt noch mehr dafür, dass ich mich hier sehr wohl fühle und zur Zeit einfach absolut glücklich bin.

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Erlebnisse
Wie schon erwähnt habe ich im letzten Monat wirklich sehr viel erlebt und weiß daher gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Ende Februar bin ich mit drei anderen Mädels nach Sorrento gefahren, denn wir hatten dort einen Schnorcheltrip gebucht der uns ermöglichte mit Delfinen zu schwimmen.  Anfangs ließen sich allerdings leider keine Delfine blicken, dafür haben wir aber Seehunde, Seepferdchen und Kugelfische gesehen. Als wir die Hoffnung schon beinahe aufgegeben hatten, hat sich dann am Ende doch noch eine Gruppe Delfine gezeigt. Es waren etwa sieben oder acht und sie schwommen so nah an uns vorbei, dass ich das Gefühl hatte sie berühren zu können.

Der März startete für mich dann mit einem weiteren tollen Erlebnis, denn ich hatte bereits in Deutschland ein Ticket für das The National Konzert in Melbourne gekauft. Es war einfach unbeschreiblich toll meine Lieblingsband open air unter dem Mond in Australien zu sehen.
Mitte März ging es dann endlich in die wohl bekannteste Stadt Australiens: Sydney. Dazu habe ich hier einen gesonderten Beitrag geschrieben.
Ein Wochenende später stieg ich dann erneut ins Flugzeug um Freunde in Adelaide zu besuchen. Dort fand zu dieser Zeit das Fringe Festival statt, welches wir am Samstag besuchten um uns dort eine Show anzusehen und ein wenig durch die Stadt zu schlendern. Am Sonntag ging es dann mit dem Auto in die Adelaide Hills und zu den naheliegenden Stränden. Ich muss sagen, dass mir Adelaide wirklich gut gefallen hat, da die Stadt nicht zu groß und überlaufen ist. Außerdem ist es natürlich auch etwas anderes mit Locals unterwegs zu sein, die die Stadt in und auswendig kennen (an dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an Kay und Marc für das tolle Wochenende!).
Der restliche März war dann etwas unspektakulärer und ich hatte Zeit wieder etwas in meiner normalen Routine anzukommen. Allerdings hielt das nur etwa zwei Wochen an, denn über Ostern ging es für eine Woche auf einen Roadtrip entlang der Ostküste von New South Wales. Ein Beitrag mit mehr Informationen und Einzelheiten folgt bald.
Bisher habe ich noch keine weiteren konkreten Pläne für die nächsten Trips und genieße ein wenig den Alltag. Trotzdem juckt es mich inzwischen schon wieder in den Fingern und ich kann es kaum erwarten, die nächste Reise zu planen.

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Zwischendurch war ich auch wieder einige Male mit Freunden in Melbourne unterwegs, unter anderem in der National Gallery of Victoria, die wirklich einen Besuch Wert ist (der Eintritt ist kostenlos).
Außerdem habe ich mini Pinguine auf Phillip Island und meine ersten wilden Kängurus im Arthurs Seat State Park gesichtet.

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Verhältnis zur Gastfamilie
Das Verhältnis zu meiner Gastfamilie ist in den letzten Wochen definitiv noch enger geworden. Meine Gasteltern geben mir das Gefühl, dass sie mich absolut wertschätzen und ich ein Teil der Familie bin.
Natürlich hat sich alles etwas verändert seit ich einen Freund habe und die Wochenenden so gut wie nie zu Hause bin. Umso glücklicher bin ich, dass ich ihr vollstes Verständnis dafür habe und sie mich in allem was ich tue unterstützen.
Mein ursprünglicher Plan war es eigentlich ca sechs Monate in der Familie zu bleiben und dann den Rest des Jahres durch Australien zu reisen. Da ich mich hier aber so wohl fühle und weil meine Arbeitszeiten so flexibel sind, habe ich bereits vor einer Weile beschlossen, das gesamte Jahr hier zu verbringen und nebenbei zu reisen. Bisher funktioniert das sehr gut und ich bin froh, weiterhin ein festes zu Hause zu haben und das Verhältnis zu ‚meiner zweiten Familie‘ noch mehr zu vertiefen.
Auch zu den Mädchen ist das Verhältnis definitiv noch enger geworden und es ist schön zu sehen, dass sie mir vertrauen und sich jedes Mal freuen wenn ich nach einem meiner Trips nach Hause komme. Seit einer Weile sagen sie auch immer mal wieder „I love you“ und dass ich „the nicest au pair ever“ bin.
Natürlich haben wir auch immer mal wieder Diskussionen über kleine Dinge, wie das Aufräumen, die iPads oder das Gemüse das sie zu ihrem Abendessen bekommen. Allerdings kennen sie meine Regeln inzwischen und wissen, dass ich nicht nachgebe. Ich bin auch sehr froh, dass meine Gasteltern da voll hinter mir stehen und froh sind, dass ich bei solchen Dingen streng bleibe. Ich glaube, ich habe eine gute Balance zwischen Durchsetzungsvermögen und liebevollem Umgang mit ihnen gefunden und das funktioniert für uns alle sehr gut.
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