Allgemein, Australien, Reisen

Auf gehts ins Känguruland

Ich habe mich die letzten Wochen häufig gefragt, wann ich wohl richtig realisiere, dass ich bald in Australien bin. Wenn ich im Flugzeug sitze? Wenn ich angekommen bin? Oder erst nach ein paar Wocvhen oder Monaten?
Jetzt bin ich seit fast zwei Tagen hier und so richtig real fühlt es sich immernoch nicht an. Für mich war Australien immer mein absolutes Wunschziel (laut meinem Papa sogar schon als Kind, weil ich den Film „Bernhard und Bianca im Känguruland“ so geliebt habe) und jetzt bin ich tatsächlich plötzlich hier. Das ist wirklich verrückt.

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Am Freitag ging meine Reise los. Ich bin immer ziemlich gestresst bevor ich wegfahre, egal ob für eine Woche, für drei Monate oder für ein Jahr – das Packen und alles drum und dran stresst mich einfach irgendwie wahnsinnig. Außerdem war es wirklich nicht leicht, mich von meinen Lieben zu verabschieden und ich war ganz schön durch den Wind.
Ich bin von Hamburg über Frankfurt und Hong Kong nach Melbourne geflogen, das hat insgesamt fast 27 Stunden gedauert und war mein bisher weitester und längster Flug, aber zum Glück ist alles gut gegangen. Ich hatte bei den Umstiegen definitiv genug Zeit und nur der letzte Flug ist eine halbe Stunde verspätet in Melbourne angekommen

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Landung in Hong Kong

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Am Flughafen wurde ich von meiner Gastmutter abgeholt und wir mussten noch etwas eine Stunde zu dem Ort fahren, wo ich jetzt wohne. Wir haben die ganze Zeit geredet und uns auf Anhieb super verstanden. Als wir am Haus ankamen, war es schon weit nach Mitternacht und ich bin eigentlich direkt ins Bett gegangen. Ich war wirklich richtig froh und erleichtert, weil ich so herzlich willkommen geheißen wurde, dass ich mich direkt wohlgefühlt habe. Ich habe ein sehr schönes Zimmer in der untersten Etage, mit Blick auf den großen Garten und auf meinem Bett lag ein großes Willkommenspaket mit ganz vielen Strandutensilien und anderen tollen Dingen.
Die erste Nacht habe ich ziemlich gut geschlafen, ich war ja auch wirklich kaputt von der Reise. Außerdem ist mein Bett einfach unendlich gemütlich.

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Am nächsten Morgen konnte ich dann ausschlafen (ich hatte mir meinen Wecker auf 10 Uhr gestellt, um ein bisschen in den Rhythmus zu kommen) und mich in Ruhe fertig machen, bevor ich dann nach oben gegangen bin, um endlich die Mädchen kennenzulernen. Die beiden hatten schon ganz ungeduldig gewartet und mir in der Zeit ein großes Bild gemalt und gebastelt, auf dem mein Name und „bestes Au Pair der Welt“ stand. Ich hatte auch ein paar Gastgeschenke mitgebracht und es war schön zu sehen, dass diese sehr gut ankamen.
Nachdem ich gefrühstückt hatte, sind wir ein wenig in der Gegend herumgefahren, damit ich alle wichtigen Orte einmal sehe. Zuerst waren wir bei den Schulen der Mädchen, dann bei einigen Orten an denen sie andere Aktivitäten besuchen und dann noch in zwei naheliegenden Orten und an deren Stränden. Als ich zum ersten Mal das Meer gesehen habe, hatte ich einen absoluten „Oh mein Gott, ich bin wirklich in Australien“-Moment. Es war so verrückt, dass ich plötzlich an den Orten stand, die ich vorher nur auf Fotos und Google Maps gesehen hatte. Die Gegend hier ist wirklich super schön und alles ist realtiv nah beieinander. Ich habe sogar ein Auto zur verfügung mit dem ich auch außerhalb meiner Arbeitszeit fahren darf (es wurde immer wieder betont, dass das jetzt „mein Auto“ ist). Es waren gestern zwar „nur“ 19 Grad, aber es hat sich für mich total sommerlich angefühlt. Laut meiner Gastmutter war das ein kalter Tag (sie hat die ganze Zeit gefroren) – jetzt habe ich fast ein bisschen Angst vor den heißen Tagen. Am Donnerstag sollen es über 30 Grad werden. Ich bin gespannt.

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Als wir wieder zurück waren, haben die Mädels mir das ganze Haus gezeigt und mir dabei geholfen, meinen Koffer auszupacken und meine Sachen einzuräumen. Danach haben wir dann noch mit ihren Puppen gespielt, waren im Garten und haben zusammen gegessen. Die beiden sind wirklich zuckersüß. Sie wollten am Abend gar nicht ins Bett gehen, weil sie noch weiter mit mir spielen wollten. Die Eltern haben immer wieder gesagt, dass ich sie ruhig wegschicken kann, wenn ich Zeit für mich brauche, aber das wollte ich gar nicht. Um 20 Uhr mussten sie dann aber wirklich doch schlafen gehen und ich hatte meine erste „Fahrstunde“. Ich war ziemlich nervös, weil es das Erste Mal war, dass ich auf der linken Straßenseite Auto gefahren bin, aber im Endeffekt war es überhaupt nicht schlimm. Ich denke, dass ich mich schnell daran gewöhnen werde

Jetzt ist es fast 7 Uhr morgens und ich bin schon seit 4:45 Uhr wach, weil mich doch der Jetlag erwischt hat.
Die Mädchen haben diese und nächste Woche noch Ferien, deshalb ist alles ein wenig anders, aber das ist ganz gut um mich hier einzuleben und die beiden richtig kennenzulernen.
Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl und bin froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe, mir meinen Traum von Australien zu erfüllen!

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Ein Gedanke zu „Auf gehts ins Känguruland“

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